Und hier die heutigen Zahl des Tages:
608
Vor etwa 608 Tagen begab es sich, dass der Vater meiner Freundin (mal wieder) zu uns am Tisch meinte: “Hört ihr heut auf zu rauchen?”, und mal wieder wollte ich eigentlich nur lächeln. Er brachte diesen Spruch eigentlich fast täglich, weshalb es eigentlich schon sowas wie ein Ritual war und ich normalerweiße ignorierte. Doch an diesem Tag zuckte ich mit den Schultern, sagte ich zu ihm: “Okay” und schob ihm die noch fast voll gefüllte Schachtel Marlboro Big Pack über den Tisch zu. Meine Freundin hatte darauf hin eigentlich keine andere Wahl als daß sie ebenfalls ihre Schachtel über den Tisch schob und aufhörte zu rauchen.
Seit diesem Tag standen die Schachteln als Mahnmal auf den Lautsprecherboxen im Wohnzimmer (wurden dann irgendwann doch entfernt) und seither haben wir keine einzige Zigarette mehr geraucht, geschweige denn einen Zug an einer Fremden Zigarette gemacht. Kein bisschen Rauch hat sich in meine Lunge verirrt - ausser vielleicht passiv, aber da kann man ja nix machen.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich seit meinem 15. Lebensjahr geraucht habe. Das waren immerhin 9 Jahre Nikotin. Das Verblüffendste an der ganzen Sache sind die Veränderungen, die der Körper danach erlebt.
Nach einer Woche merkte ich erst, wie sehr meine Kleidung nach Rauch stank. Ich rauchte in meiner Wohnung und alles, wirklich ALLES roch nach kaltem Rauch. Ein Segen war, dass wir später aus der Wohnung ausgezogen sind. So hatten ich und meine Freundin endlich die Gelegenheit alles auf einmal zu Waschen und sauber zu machen, damit der Gestank von der Kleidung geht. Es ist wirklich Unglaublich wie sensibel man, nachdem man aufgehört hat, auf den Geruch von Zigaretten reagiert und wie Rauch in den Augen brennen kann, wenn man ihn nicht mehr gewohnt ist.
Meine Kondition nahm langsam, aber stetig zu. Meine Lungen pfeiffen nun nicht mehr, wenn ich längere Strecken laufen muss oder Squash spiele. Ich bin rundum zufrieden und kam zu meiner großen Überraschung in den letzten 600 Tagen nie in die Versuchung wieder eine Zigarette anzuzünden. Ich dachte immer, es wäre schwierig damit aufzuhören. Aber da hab ich mich selbst wohl unterschätzt.